Wie eine effektive Zusammenarbeit Ihrer eigenen Entwicklungsteams mit externen Teams gelingen kann, worauf Sie achten und was Sie besser vermeiden sollten.

Meist liegt es am Personalmangel, wenn sich Unternehmen entscheiden, Ihre interne Softwareentwicklung durch den Zukauf von externen Ressourcen zu skalieren. Ob diese Konstellation zum Erfolg führt, hängt vor allem davon ab, wie die Zusammenarbeit organisiert wird. Dabei gibt es einige hilfreiche Tipps, die sie unbedingt beachten sollten.

1. Sprint Retrospektive für die Zusammenarbeit nutzen 

Sie sollten keinesfalls versuchen, den perfekten Weg der Zusammenarbeit vorab zu definieren. Die Zyklen zur kontinuierlichen Verbesserung müssen stattdessen teamübergreifend angewandt werden, sodass nach und nach ein sich ständig ändernder und verbessernder Prozess entsteht. Frameworks zur Skalierung von agilen Vorgehensweisen wie Scrum haben sicherlich Ihre Daseinsberechtigung und bringen auch zahlreiche Ideen mit, jedoch stellen allesamt gewisse Voraussetzungen an die Organisation. Wenn diese nicht erfüllt sind, kann es schnell chaotisch werden. 

Anstatt also vorab schon zu versuchen, Prozesse zu definieren, achten Sie lieber darauf, dass genügend Feedback Zyklen vorhanden sind. So können nach und nach Prozesse entstehen, die sich bereits bewährt haben, die aber auch jederzeit geändert werden können, sollten sie das nicht mehr tun.

Ein paar Tipps, um gleich von Anfang an für ständige Verbesserung zu sorgen:

  • Der Product Owner sollte an den Retrospektiven der externen Teams teilnehmen
  • Organisieren Sie regelmäßige teamübergreifende Retrospektiven, wo externe und interne Teams gemeinsam teilnehmen. In diesen Retrospektiven können dann bewusst Themen bearbeitet werden, die die Zusammenarbeit mit den externen Teams betreffen.
  • Die Teams halten dennoch zum Ende jedes Sprints ihre eigene teaminterne Retrospektive.


2. Agile Projektteams müssen end-to-end arbeiten 

Ebenso sollten dies Ihre internen Teams tun. Man spricht hier von sogenannten Feature-Teams. Das bedeutet, dass jedes Team alleine im Stande ist, ein komplettes Feature Ihres Produkts end-to-end zu entwickeln, ohne dabei eine Abhängigkeit zu einem anderen Team zu haben. Dies erfordert, dass sämtliche Fähigkeiten, die hierfür nötig sind, auch im Team vorhanden sind. Durch dieses Setup ergebt sich eine Vielzahl an Vorteilen. 

Die Teams können unabhängig voneinander arbeiten.

Jedes Team kann jedes Feature umsetzen. Somit können Sie bzw. Ihr Product Owner frei nach Geschäftswert priorisieren, ohne dabei auf die Fähigkeiten der Teams Rücksicht nehmen zu müssen. 
Die Teams können sich gegenseitig unterstützen bzw. auch Features voneinander übernehmen, wenn Bedarf besteht.

Wenn Sie die Anzahl der Teams reduzieren möchten, können die restlichen Teams ohne Probleme weitermachen. Lediglich die Menge der umgesetzten Features pro Sprint wird sich dementsprechend verringern. Dafür aber auch die Kosten. 

Der Abstimmungsaufwand zwischen den Teams wird verschwindend gering, da sie über alle Architekturschichten bzw. Komponenten unabhängig arbeiten können. Das spart Zeit und Geld!

3. Konsistenter Qualitätsstandard 

Ein nicht unkritisches Thema ist der Qualitätsstandard. Wenn Sie externe Teams hinzuholen, so ist ein gemeinsamer Qualitätsstandard zu definieren, welcher sowohl für die internen als auch für die externen Teams gilt. Holen Sie sich bewusst auch die Inputs des externen agilen Projektteams. Durch die langjährige Projekterfahrung in der individuellen Softwareentwicklung entstehen viele gute Ideen, die Ihren bisherigen Qualitätsstandard weiter verbessern werden. 

Wichtig ist ebenfalls, die Qualität laufend zu messen. Open Source Werkzeuge wie SonarQube ermöglichen es, vollautomatisch die wichtigsten Kennzahlen rund um die Codequalität transparent zu haben. 

"Fragen Sie Ihren Dienstleister, wie er typischerweise Qualität misst und auf welche Kennzahlen besonders viel Wert gelegt wird!"

Messbare Metriken könnten zum Beispiel die zyklomatische Komplexität des Codes, die Anzahl der Duplikationen oder unsauber oder inperformant geschriebener Code sein.  


4. Face-to-face Kommunikation ist der Schlüssel 

Erwarten Sie nicht, dass externe Entwickler eine Lösung zu Ihrer Zufriedenheit entwickeln, wenn deren Informationsquellen aus schriftlichen Dokumenten stammen. So wichtig eine ausreichende Dokumentation auch sein mag, sie kann unmöglich die Kommunikation zwischen Auftraggeber (bzw. Product Owner) und den agilen Projektteams ersetzen.

Nehmen Sie sich die Zeit, den externen Entwicklern genauso wie den internen Teams von Angesicht zu Angesicht zu erklären, welche Features Sie möchten und was Sie sich darunter vorstellen. Auch wenn dahinter ein gewisser Reiseaufwand steckt, sollte die Effektivität und Effizienz von face-to-face Kommunikation niemals unterschätzt werden.

Die externen Entwickler werden Ihnen sofort Fragen stellen und es wird eine Diskussion entstehen - womit Sie sichergehen können, dass Sie auch richtig verstanden worden sind. Und zwar bevor mit der Entwicklung des jeweiligen Features begonnen wird. Wenn Sie nach der Umsetzung eines Features herausfinden, dass Sie falsch verstanden wurden, ist es nämlich zu spät. Bei einer Kommunikation über schriftliche Dokumente passiert das gar nicht mal so selten. 

Ein paar Tipps dazu:

  • Suchen Sie nach einer agilen Softwareentwicklung in Ihrer Nähe. Das macht das Reisen weniger aufwändig und dadurch öfter möglich.
  • Wechseln Sie sich mit dem Reisen ab.
  • Wenn Ihr Dienstleister Sie besucht, sollten wenn möglich alle Entwickler mitkommen. Andernfalls müssten diejenigen, die Sie besuchen, die gleichen Inhalte ihren daheimgebliebenen Kollegen nochmals erzählen. 

Wir bei Objectbay sind der Pionier in der agilen Enterprise Softwareentwicklung im deutschsprachigen Raum mit umfassenden Kompetenzen im Java, JavaScript, Python und Ruby on Rails Technologie-Stack.

Unsere Prinzipien: Agile, Lean, DevOps. 

Wir übernehmen ganze Produkte oder Teile der Softwareentwicklungs- bzw. Digitalisierungsvorhaben unserer Kunden und realisieren end-to-end mittels dedizierter und eingespielter, agiler Softwareentwicklungsteams.

 

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